Fragen und Antworten rund um die neue S-Bahn Rhein-Ruhr

Hier finden Sie die am häufigsten gestellten Fragen (FAQ/Frequently Asked Questions) zur neuen S-Bahn Rhein-Ruhr und den Fahrplanänderungen im Ruhrgebiet. Klicken Sie einfach auf die Frage und Sie erhalten die entsprechende Antwort.

Fragen und Antworten rund um die neue S-Bahn Rhein-Ruhr

Mit der neuen S-Bahn Rhein-Ruhr sind zahlreiche Neuerungen verbunden. Die wichtigsten sind:

  • Einführung eines nachfrageorientierten 15/30-Minuten-Taktes
  • deutlich verbessertes Leistungsangebot und höhere Kapazitäten auf fast allen Strecken durch häufigere Fahrten und/oder größere Fahrzeuge
  • der neue, fahrgastfreundliche S-Bahn-Takt auch an Wochenenden auf der S 2 zwischen Dortmund und Recklinghausen
  • annähernder 15-Minuten-Takt durch Überlagerung der S 9 und des nun halbstündlich verkehrenden RE 14 zwischen Essen-Steele und Gladbeck
  • zusätzliche, neue Linien als Ergänzung, u. a. die verlängerte RB 32 und montags bis freitags der RE 49; auf diesen neuen Linien verkürzen sich zudem die Reisezeiten für die Fahrgäste
  • neue Direktverbindungen und Stärkung der Nord-Süd-Verkehre, z. B. zwischen Wesel und Wuppertal (RE 49), Mönchengladbach und Gelsenkirchen (RB 35)
  • Reaktivierung der sog. Hertener Bahn als Teil der Linie S 9 voraussichtlich ab 1. Mai 2020 

Die Änderung des bestehenden 20-Minuten-Taktes der S-Bahn Rhein-Ruhr in einen nachfrageorientierten 15/30-Minuten-Takt soll die Pendlerströme auf zentralen Verkehrsachsen spürbar beschleunigen. Mit dem Resultat einer deutlichen Verbesserung der Verbindungen zwischen den Metropolen im Verbundgebiet. Bei Wegfall einzelner S-Bahnen erfolgt ein Ersatz durch Regionalexpresse oder Regionalbahnen. Aus diesem Grund brauchen Sie auf zentralen Strecken künftig nicht mehr Fahrpläne studieren, sondern steigen einfach in den nächsten Zug. Durch die Umstellung werden bis zu 4,8 Millionen zusätzliche Fahrten ermöglicht. Dies entspricht einem Plus von bis zu 4,6 Prozent.

Mit der Veränderung des Taktes auf der Linie S 9 können auch auf den Außenästen dieser Linie neue Verbindungen und einheitliche Taktungen geschaffen werden. So wird voraussichtlich ab 1. Mai 2020 die Hertener Bahn reaktiviert sein und es durch die S 9 eine neue Direktverbindung von Recklinghausen nach Gladbeck geben. Ebenfalls voraussichtlich ab 1. Mai 2020 fahren die S 8 und die S 9 zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Hagen Hbf in einem Halbstundentakt (statt wie vorher in einem 20/40-Minuten-Takt). Bis zu diesem Termin verkehrt die S 9 aus Essen kommend nur bis Wuppertal-Vohwinkel und dafür montags bis freitags die S 8 weiterhin zweimal stündlich auch zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Hagen.

Die Planungen für die Taktumstellung haben bereits im Jahr 2009 begonnen. Im Mai 2015 wurde sie von den politischen Gremien beschlossen.

Taktsprünge bedeuten, dass die aufeinanderfolgenden Züge derselben Linie nicht im immer gleichen Zeitabstand ab- bzw. weiterfahren. Von den pro Stunde aus Düsseldorf nach Duisburg fahrenden drei Zügen der Linie S 1 fährt nur noch einer nahtlos weiter nach Essen. Ein weiterer Zug endet in Duisburg und der dritte muss wegen des Taktsprungs zehn Minuten in Duisburg Hbf auf die Weiterfahrt warten. Das Gleiche gilt in umgekehrter Richtung.

Die kommunalen Verkehrsunternehmen ebenso wie die beauftragenden Städte und Kreise versuchen die Anschlüsse an das innerstädtische Nahverkehrsnetz so gut wie möglich sicherzustellen. Durch den frühzeitigen Planungsbeginn des geänderten S-Bahn-Taktes konnten in zahlreichen Städten die Fahrpläne bereits neu geplant und abgestimmt werden. Konkrete Änderungen am Liniennetz werden die Verkehrsunternehmen in den Städten rechtzeitig bekannt geben.

Bei einem stärker nachfrageorientierten Takt-System sind Taktverlängerungen leider unvermeidbar. Zudem können bei solchen Planungen nicht immer alle Fahrgastwünsche berücksichtigt werden. Durch den 15-Minuten-Takt wird es jedoch für die meisten Fahrgäste eine Verbesserung geben. Auf einigen Linien kommt es allerdings aufgrund des durchgehenden 30-Minuten-Taktes zu einer Taktverlängerung im Vergleich zum bisherigen 20-Minuten-Takt. Dies betrifft u. a. die Linie S 3 in Hattingen oder die S-Bahn-Stationen in Velbert, die dann ausschließlich von der S 9 bedient werden. Hier werden dafür aber auch die Kapazitäten erhöht, sodass pro Stunde mehr Sitzplätze zur Verfügung stehen.

Ja, für die Linien S 2, S 3, S 9, S 28, RB 32, RB 40 und RE 49 beschafft der VRR 41 moderne Neufahrzeuge vom Typ „Flirt 3XL“ von der Stadler Pankow GmbH. Das Unternehmen ist dafür verantwortlich, die neuen, speziell auf die Bedürfnisse eines Ballungsraumes zugeschnittenen Züge über deren gesamten Lebenszyklus von 30 Jahren zu warten und instand zu halten. Betrieben werden die Linien in den ersten 15 Jahren von der Abellio Rail NRW GmbH, die Linie S 28 (Kaarst – Wuppertal) mit rund 1,7 Millionen Zugkilometern soll weiterhin von der Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mbH betrieben werden.

Für die Linien S 1 und S 4 beschafft der VRR 48 modernisierte Fahrzeuge mit einer Einstiegshöhe von 96 Zentimetern von der DB Regio AG. Das Unternehmen wird die Züge bis mindestens 2034 warten und instand halten. 

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